Aus den Mundwinkeln tropft ihn’ rubinrotes Blut/
Das Leid und die Herrschsucht sie stehn ihn’ so gut/
heben zum Gruß ihre unschuldigen Hände/
verkrustet vom Gerone’n der Unschuldigen Ende/
Sprache spricht Bände sie verharmlosen Mord/
Zerstückelndes Grauen im farblosen Akkord/
tragen als Kleidung anderer gegerbte Häute/
doch Vernunftbegabung macht erhaben – geifernde Meute/
ich habe Zeichen gedeutet – gehofft und diskutiert/
und auch wenn sie’s unterstellten nicht oft missioniert/
den Schrecken konserviert der geschah und geschieht/
auf Bildern, Flyern, Websites in Texten und in Musik/
doch man sah und man sieht wer die Augen verschließt/
denn das Ignoriern der Schreie bei diesen Tauben sitzt tief/
was draußen geschieht macht das ich im Herzen noch erfriere/
denn ich hör sie so oft scherzen : “es sind doch nur Tiere”/
Rubinrot.
•11/02/2012 • Leave a CommentSteppenwölfe
•19/08/2011 • Leave a Commentbevor die Wege sich trenn kann ich Wege erkenn/
die ich gehen muss doch die unsre Leben auftrenn/
muss mir die Nase versengen in glühendster Hitze/
dem ausschnit zeit nachhäng’n den ich früher nie misste/
und jeden tag hab ich angst dich im wahn zu verlieren/
lass mich dein Unterbewusstsein -kartografieren/
ich will es nicht sezieren will es intakt lassen/
will dein Sein begründen und es nicht abschaffen/
mich herablassen in die schwärzesten tiefen/
die hellsten höhen um mich dann überall zu verlieben/
renne durch Steppen und die Tundra ewige Weiten/
die wir beide durchstreifen ohne das Pfade sich gleichen/
und doch überschneiden – an kreuz und gabelung/
lass uns schauen, lass uns schmecken lass uns wagen – uns/
bist nicht zahm, ja, und, mich kann man mit Grenzen nicht locken/
und sicher ist jeder Steppenwolf wird im Käfig gebrochen/
Deine rauhe, starre Mähne ist mein Heimatland/
Unsere Füße lassen Grüße für den Wüstensand/
bis morgen früh gerannt zwei im gleichen schritt/
zwei steppenwölfe sind gleichauf nimm mich ein stück mit/
Meine wüsten,grauen Augen sehen auch für dich/
denn die Sterne in kalten Nächten geben kaum Licht/
ein Marsch ein Weg ein Tritt zwei im gleichen Schritt/
zwei Steppenwölfe sind gleichauf nimm mich ein Stück mit/
Nehme Witterung auf inmitten des Laufs/
Ich blick zu ihm auf, seine Schritte vertraut/
ich riech seine Haut er meine auch/
Die Wüste zwingt zum innehalten doch noch geb ich nicht auf/
Herz der Unendlichkeit
•02/05/2011 • Leave a CommentSieh’ in die Augen die das Herz der Unendlichkeit erweichen/
Es sind keine Zeichen der Zeit, es ist die Zeit der Zeichen/
die einander gleichen und doch so verschieden sind/
man fühlt sie nicht, man sieht sie, doch die meisten blieben blind/
wie besinnt man sich der Werte für die das Aufstehn lohnt/
denn all die Heimstätten der Rastlosen sind doch kaum bewohnt/
mit bester Aussicht thront das Ich über dem Ich/
das untere hat lange Zeit im trüben gefischt/
ich halt es zügig im Griff, kaum zu begreifen/
denn nur die Kontrolle macht mich zur Meisterin der Gezeiten/
sieh wie sie streiten, wie Ebbe und Flut/
man sollte meinen, nach all den Zeiten, sie hätten genug/
doch sie treiben in Ewigkeiten ohne festen Bezug/
und wie ein Bug eilt ihnen voran ihr hässlicher Ruf/
nicht grässlich genug um die Gegenwart zu ändern/
doch geschlagen mit einer Fratze die man jeden Tag erkenn’ kann/
Auf spitzen Zehen
•30/04/2011 • Leave a CommentIch tänzle dem Abgrund entgegen auf spitzen Zehen/
den Kopf voller Beweise die alles sagen, nichts belegen/
Geist, vertreib die Trauer die meine Wunderwelt zerfrisst/
auf der Suche nach der Seele die im Grunde älter ist/
im Unverhältnis ist zu dem an sie gestellten Anspruch/
ein Schmuddelkind verloren zwischen Prunk- und Glanzsucht/
mit Handkuss begrüßt und mit Schlägen vertrieben/
liegen ihre Stärken in den Höhen neben den Tiefen/
und in jenen Briefen geschrieben an je sieben/
die ahnen was sie verheißen doch den Umschlag nie kriegen/
entsiegeln, erbrechen das Wappen geschaffen in Wachs/
in Farben des Mutes, des Blutes und finsterster Nacht/
verblichen und matt und doch überdeutlich/
es zetert und piesakt doch es überzeugt nicht/
im Kreuzstich vernähts mir den Mund verschlägt meine Sprache/
kein Wort, keine Frage nur der Aufschlag als Strafe/
Schneekugel
•14/01/2011 • Leave a CommentIch steh auf meim Podest steh inmitten des Sturmes/
seh auf das was du bist wie du bist was du wurdest/
kurz gegurgelt als das Wasser die Lungen füllt/
Lithurgisches Gemurmel, meine Welt umgestülpt/
ein Ungefühl breitet sich aus hier bin ich zuhaus/
keine Strömung, keine Strudel vor denen mir so graust/
und schau hinaus und das konkav gewölbte Glas/
gibt mir die Zuversicht zurueck, das eine rechte Maß/
bin erstarrt die Arme ausgestreckt zur Kuppe/
bin wie aus Kunstharz gegossen eine pittoreske Puppe/
schau hinaus halte ausschau nach dem rettenden Strand/
doch finde nur in dieser Mitte festeren Stand/
meine Hand geöffnet und ein bitteres Lächeln/
Kein Wort wurde geschwiegen ich brauch kein wort zum sprechen/
Hab Konfetti in den Augen und die Luftblase verbraucht/
Meine Welt, die Schneekugel frisst mich letztlich doch auf/







